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Dienstag, 15. November 2011, 18:30 Uhr

Festsaal des Generalkonsulats von Rumänien in München

Richard Strauss Str. 149     81679 München

Franz Liszt und Rumänien

Referent: Dr. Franz Metz

Ein Vortrag zum 200. Geburtstag von Franz Liszt

mit bisher unveröffentlichten Bildern und Tonbeispielen.

 

Die Welt feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag des Pianisten, Komponisten und Musikreformators Franz Liszt (1811-1886). Bereits mit 36 Jahren, mitten im Leben und auf dem Höhepunkt seiner Virtuosenlaufbahn, beschloss er, keine Konzertreisen mehr zu unternehmen und sich dem Komponieren zu widmen. Seine letzte Konzertreise 1846-47 spielte dabei die wichtigste Rolle in seiner Konzerttätigkeit als Pianist. Sie führte ihn von Wien bis Konstantinopel/Istanbul über das Gebiet Rumäniens. 20 Konzerte gab er im Banat, in Siebenbürgen, in Bukarest und in Jassy. Hier machte er zum ersten Mal in seinem Leben Bekanntschaft mit der der rumänischen Volksmusik, deren Motive in viele seiner Werke eingeflossen sind. In fast allen bisherigen Biographien Liszts – mit nur wenigen Ausnahmen - wird diese Konzertreisen in einem Satz absolviert. Grund genug, sich diesem so spannenden Thema anzunehmen und seinen Spuren in Temeswar, Arad, Lugosch, Hermannstadt, Klausenburg, Bukarest und Jassy zu folgen. Liszt lernte in den Städten Rumäniens die wichtigsten Kunstschaffenden kennen. Gheorghe Asachi, Vasile Alecsandri und andere Dichter und Schriftsteller des Landes widmeten ihm Gedichte. Die Musik der rumänischen "Lăutari" fand Liszt so faszinierend, dass er viele Themen in einige seiner Kompositionen eingearbeitet hat. In den letzten Monaten konnten in zahlreichen Archiven Europas bisher unbekannte oder nicht zugängliche Dokumente über diese Konzertreise entdeckt werden, die auch die Musikgeschichte Rumäniens indirekt beleuchtet. Zu den Schülern Liszts gehörten auch rumänische Pianisten, und für den bedeutendsten rumänischen Komponisten George Enescu stellten Liszts Rhapsodien Vorbilder dar.

 

Veranstalter: Generalkonsulat von Rumänien in München, Gesellschaft für Deutsche Musikkultur im Südöstlichen Europa e.V., Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V., Kreisverband München

Anmeldungen erbeten unter: veranstaltungen@rumaenien-gkmuenchen.de  

TORCELLANS MISSA SANCTI GERARDI.

DIE KIRCHENMUSIKALISCHEN BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEM BANAT UND ITALIEN

Dr. Franz Metz

Vortrag gehalten am 4.-5.11.2010 im Rahmen des Internationalen Musikwissenschaftlichen Kongresses an dem Istituto Pontificale di Musica Sacra (Päpstlichen Institut für Kirchenmusik), Rom

zum Text

NEU!

KATHOLISCHES GESANGBUCH DER DONAUSCHWABEN

Herausgegeben von Dr. Franz Metz im Auftrag des

GERHARDSFORUMS BANATER SCHWABEN e.V.

573 Seiten / 427 Lieder / ISBN 978-3-939041-14-6 / Preis: 10,- €

mit einem Geleitwort von Dr. Robert Zollitsch, Erzbischof von Freiburg

 

 

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Franz Metz:

DAS KIRCHENLIED DER DONAUSCHWABEN.

Eine Dokumentation des Kirchenliedes der deutschen Katholiken Südosteuropas

München 2008   ISBN 978 3 939041 13 9

Preis: 25,- €

+ 700 Seiten + über 400 Farbfotos + Katalog mit über 20.000 Liedern +  Biographien von Komponisten und Gesangbuchautoren + Vorworte wichtiger Gesang- und Orgelbücher + zur Geschichte des donauschwäbischen Kirchenliedes + Statistik + Dokumente zur Kirchenmusik Südosteuropas                mehr Infos

 

Ein musikalischer Lebensweg

Nachruf auf den Komponisten Andreas Porfetye (1927-1911)

 

 

zum Text

Noten Erstausgabe

Peter Rohr (1881-1956): MISSA JUBILET (KIRCHWEIHMESSE)

in D-Dur, op. 20, für Chor, Soli, Orchester und Orgel / oder für Chor, Soli und Orgel

 

                               mehr Infos

 

Noten Erstausgabe

 

Bertha von Brukenthal (1846-1908): Missa Solemnis, op. 7

für Chor, Soli, Orgel und Orchester, gewidmet Dr. Ludwig Haynald, Erzbischof von Kalocsa (1871)

 

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NEUE CD

ORGELKONZERT IN MARIA RADNA

Banater Kirchenmusik     FRANZ METZ Orgel / Leitung

 

Improvisationen an der historischen Leopold-Wegenstein-Orgel (1905) – erbaut nach Plänen von Aristide Cavaillè-Coll (Paris) – Orgelwerke von Franz Liszt; Kirchenmusikwerke Banater Komponisten: Wilhelm Schwach, Anton Leopold Herrmann, Franz Limmer, Vincens Maschek; „Sechs Salve Regina“ von Johann Michael Haydn; das Glockengeläute von Maria Radna.

 

Eine CD-Produktion im Auftrag des Gerhardsforums Banater Schwaben e.V., München zur Unterstützung der Wallfahrtskirche Maria Radna im Banat (Rumänien); EDITION MUSIK SÜDOST, München 2010, Preis: 10,- €

 

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CARL FILTSCH - Das Klavierwerk auf CD

Csiky Boldizsár, Klavier / Theo Wolters, Leitung / Staatsphilharmonie Hermannstadt / Sibiu

Eine CD-Produktion im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Musikkultur im südöstlichen Europa e.V., 2010

Weitere Infos Bestellung

 

NEU!!!

Orgelkonzert FRANZ METZ

an der Walcker-Orgel des Rumänischen Athenäums, Bukarest

Werke von Enescu, Mendelsohn, Firca, Oschanitzky, Franck, Bach, Vierne

Konzertmitschnitt 17.02.2009

mehr Infos

SÜDOSTEUROPÄISCHES MUSIKARCHIV MÜNCHEN JETZT IM INTERNET

Das einzige Musikarchiv im deutschsprachigen Raum mit Sammlungen von Noten (Manuskripte, Drucke, Kopien) -

speziell für musikwissenschaftliche Forschungen zur Musikgeschichte (nicht nur) der deutschen Minderheiten Südosteuropas.

Sämtliche Kataloge der verschiedenen Sammlungen stehen jetzt im Internet zur Verfügung.

MUSIKARCHIV

 

Erstveröffentlichung!

O R G E L M U S I K

A U S  R U M Ä N I E N

herausgegeben von Franz Metz

Orgelmusik für Gottesdienst und Konzert + Neu: Orgelmusik nach orthodoxen Gesängen

Mit einer Einführung in die Geschichte des Orgelbaus in Rumänien + zahlreiche Abbildungen

Kurzbiographien der Komponisten + über 200 Seiten + Preis: 24,50 € + ISBN 978-3-939041-12-2

30 Orgelwerke von George Enescu, Scarlat Fotino, Achim Stoia, Josef Paschill, Valentin Gheorghiu, Alfred Mendelsohn, Richard W. Oschanitzky, Tudor Ciortea, Andreas Porfetye, Walter Michael Klepper, Zeno Vancea, Alexandru Pascanu, Gheorghe Firca, Daniel Suceava, Helmut Plattner, Franz Metz

 

Mit 31 Werken aus dem frühen 20. Jh. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts wird ein vielseitiges Bild der rumänischen Orgelmusik vermittelt. (...) Der Entdeckungsfreudige wird hier reichlich fündig. Alle Schwierigkeitsgrade sind hier anzutreffen, die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Letztlich ein höchst spannender Band nicht nur für Raritäten. MUSICA SACRA 5/2009

MUSIKFORSCHUNG & SÜDOSTEUROPA

Die EDITION MUSIK SÜDOST beschäftigt sich mit der Erforschung und Bekanntmachung der südosteuropäischen Musikgeschichte in Form von Buchpublikationen sowie praktischen und dokumentarischen Musikeditionen.

Nach der Wende von 1989 und nach den Kriegen in den Ländern Ex-Jugoslawiens bestehen nun fast uneingeschränkte Möglichkeiten den besonders reichen und vielfältigen Kulturraum Südosteuropas zu erforschen und zu dokumentieren. Viele Sparten der Musikkultur, wie z.B. die Kirchenmusik und die Musik der ethnischen Minderheiten, durften bis dahin, wegen der vorherrschenden kommunistischen Ideologie – wenn überhaupt – nur am Rande erwähnt werden. Dadurch blieb die äußerst vielfältige und reichhaltige Musikgeschichte Südosteuropas jenseits des Eisernen Vorhangs größtenteils unbekannt und nur beschränkt wissenschaftlich und objektiv dokumentiert.

 

Deutsche Musikkultur im Südosten

 

Durch die Ansiedlung von deutschen Kolonisten aus Gebieten des Heiligen Römischen Reichs ab dem 18. Jahrhundert entstanden zwischen dem Ofener Bergland und dem Eisernen Tor viele mitteleuropäisch geprägte Kulturzentren, so Fünfkirchen (Pécs), Temeswar (Timisoara), Arad, Werschetz (Vrsac), Orawitza, Pantschowa (Pancevo), Sathmar (Satu Mare) oder Lugosch (Lugoj). In Siebenbürgen gibt es bereits seit dem frühen Mittelalter neben der ungarischen und rumänischen auch eine deutsche Musikkultur, die bis heute besteht, so z.B. Hermannstadt (Sibiu), Kronstadt (Brasov), Mediasch oder Schässburg (Sighisoara).

Die durch diesen Kulturtransfer entstandenen Interferenzen und gegenseitige Einflüsse zwischen den einheimischen und neuen Musikkulturen können bis heute verfolgt werden. Wien und die österreichische Musik spielten in der Entstehung der späteren rumänischen, serbischen, ungarischen oder kroatischen Nationalschule sowie in der Entstehung der neuen deutschen Musikkulturen dieses Raumes eine wesentliche Rolle.

Durch die Folgen der beiden Weltkriege (neue Grenzziehungen, Vertreibung, Flucht und Aussiedlung der deutschen Bevölkerung) verschwand gleichzeitig mit einem Großteil der deutschen Bevölkerung auch deren Musikkultur. Wertvolle historische Orgeln, Musikarchive und Sammlungen sprechen von einem enormen Erbe, das in diesen Gebieten noch vorhanden ist.

 

Südosteuropäischer Kultur- und Klangraum

 

Im Zentrum der EDITION MUSIK SÜDOST steht die Musikkultur entlang der mittleren und unteren Donau und der heutigen Staaten Ungarn, Rumänien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowakei, Slowenien und der Ukraine. Europäische Regionen und Kulturräume wie z.B. das Banat, Siebenbürgen, die Bukowina, Batschka oder Schwäbische Türkei werden dabei besonders berücksichtigt.

Beispielhaft dafür steht die Musikkultur des historischen Banats in seinen Grenzen vor 1919 – ein im Laufe von mehreren Jahrhunderten fast einheitlich gewachsener Kulturraum. Das Nebeneinander der vielen Musikkulturen des Banats – der Rumänen, Serben, Deutschen, Ungarn, Juden, Kroaten, Bulgaren, Tschechen, Slowaken, Romas u.a. – kann teilweise auch noch im 21. Jahrhundert beobachtet werden.

Im restlichen Europa war dieses Kulturgut bis zur Wende (1989) fast unbekannt. Ein großer Teil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, beschlagnahmt oder kam in Archive, wo es bis heute noch seiner Inventarisierung und Erforschung harrt. Ein anderer Teil wurde von den deutschen Aussiedlern, Flüchtlingen oder Vertriebenen nach Deutschland, Österreich oder Amerika mitgenommen. Ähnlich erging es auch der jüdischen Musikkultur dieser südosteuropäischen Regionen.

Im Rahmen mehrerer musikwissenschaftlicher Sicherungs- und Forschungsprojekte konnten nach 1990 viele bisher unbekannte südosteuropäische Musikarchive entdeckt, gesichert und erforsch werden. Die jahrelangen Recherchen des Herausgebers auf diesem Gebiet und die Resultate der Feldforschungen in all diesen Ländern sollen in einer Kurzfassung auf dieser Internetsite den Interessenten zur Verfügung gestellt werden.

 

Mehr als nur Noten und Bücher…

 

Die durch die EDITION MUSIK SÜDOST veröffentlichten Kompositionen und musikwissenschaftlichen Arbeiten werden hiermit zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich dabei meist um solche Komponisten aus den südöstlichen Randgebieten der ehemaligen österreich-ungarischen Doppelmonarchie und deren Nachfolgestaaten, die durch die komplizierten kulturhistorischen Prozesse dieses Raumes in Vergessenheit geraten sind.

 

Die EDITION MUSIK SÜDOST bietet gleichzeitig der jüngeren Generation von Musikwissenschaftlern ein Diskussionsforum, um den reichen Bestand an bisher weniger oder gänzlich unbekannten Musikdokumenten Südosteuropas bekannt zu machen. Durch Publikationen, internationale Symposien, Forschungsprojekte und Konzerte können neue Impulse entstehen und bisher verschollene Musikwerke und vergessene Komponisten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dadurch werden die Musikkulturen neuer EU-Länder Südosteuropas und weniger bekannter europäischer Regionen beleuchtet. Spannender kann Musikforschung nicht sein!

 

Dr. Franz Metz

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